Kantinen-App: die 10 Kriterien, an denen sich die Wahl entscheidet

Mika Aringer-Pfaffinger
Co-Founder, BuffetGo
1. Juni 2026·7 min Lesezeit

Eine Kantinen-App auszusuchen ist leicht, bis man sie im Alltag hat. Dann zeigt sich, was wirklich zählt. Diese zehn Kriterien trennen ein System, das den Betrieb entlastet, von einem, das nur eine weitere Baustelle ist.
1. Vorbestellung
Das wichtigste Kriterium. Nur wer am Vortag weiß, was gebraucht wird, kann planbar einkaufen und Foodwaste senken. Eine App ohne Vorbestellung ist eine Kasse mit Bildschirm.
2. Bargeldlose Bezahlung
Wallet, Karte und Aufladung statt Münzgrab an der Theke. Das beschleunigt die Ausgabe und nimmt das Bargeld-Handling raus. Details dazu auf der Seite bargeldlose Kantine.
3. Allergenkennzeichnung pro Gericht
Alle 14 EU-Allergene digital pro Speise, aktuell und für den Gast sichtbar. Die Kennzeichnung ist Pflicht, eine Kreidetafel deckt das rechtlich nicht mehr sauber ab.
4. Bondrucker-Anbindung
Die Bestellung muss in der Küche ankommen, nicht in einem Tab. Anbindung an gängige Bondrucker gehört zur Grundausstattung.
5. Reporting und Foodwaste-Daten
Bestellt gegen produziert gegen verkauft, pro Gericht und Wochentag. Ohne diese Zahlen optimiert man im Dunkeln.
6. Mehrere Standorte über Mandantentrennung
Wer mehrere Betriebe führt, will sie zentral steuern, mit getrennten Daten je Standort. Für Caterer ist das entscheidend.
7. Offline-Fallback an der Theke
Fällt das Internet aus, muss der Verkauf weiterlaufen und später synchronisieren. Dieses Kriterium wird gern vergessen und rächt sich im Alltag. Explizit nachfragen.
8. DSGVO und Hosting in Österreich
In der Kantine fallen personenbezogene Daten an, von Guthaben bis Ernährungspräferenzen. DSGVO-Konformität und Hosting in Österreich sind Pflicht, kein Extra.
9. Bedienung, die an der Theke nicht stört
In der Stoßzeit zählt jede Sekunde. Die App muss schnell, klar und fehlertolerant sein, sonst nutzt sie im Ernstfall niemand.
10. Support und Onboarding
Eine Software ist nur so gut wie ihre Einführung. Frag, wie das Onboarding läuft und wer erreichbar ist, wenn am Freitagmittag etwas klemmt.
Quellen

Über den Autor
Mika Aringer-Pfaffinger
Co-Founder von BuffetGo und Schüler der HTL Salzburg. Kümmert sich um Produkt und Technik der Bestellsoftware und kennt den Pausen-Andrang aus erster Hand.