Die 14 EU-Allergene: was Buffetbetreiber kennzeichnen müssen

Fabian Fürlinger

Fabian Fürlinger

Co-Founder, BuffetGo

1. Juni 2026·7 min Lesezeit

Flatlay mit allergenhaltigen Lebensmitteln wie Nüssen, Eiern, Getreide und Milch

Vierzehn Stoffe muss jeder kennzeichnen, der Essen abgibt, auch am Schulbuffet. Festgelegt sind sie EU-weit in Anhang II der Verordnung 1169/2011 (LMIV), in Österreich konkretisiert durch die Allergeninformationsverordnung (BGBl. II Nr. 175/2014). Hier ist die vollständige Liste, das österreichische Buchstabensystem und was das für die Praxis bedeutet.

Die 14 kennzeichnungspflichtigen Allergene

Diese vierzehn Allergene sind in der EU deklarationspflichtig, egal ob die Ware verpackt oder offen über die Theke geht:

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel)
  • Krebstiere
  • Eier
  • Fisch
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Milch und Laktose
  • Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss und weitere Nüsse)
  • Sellerie
  • Senf
  • Sesamsamen
  • Schwefeldioxid und Sulfite
  • Lupinen
  • Weichtiere (zum Beispiel Muscheln, Tintenfisch)

Das österreichische Buchstabensystem A bis R

Österreich erlaubt die Kennzeichnung über kurze Buchstabencodes statt langer Texte. Ein Kürzel pro Speise reicht:

  • A glutenhaltiges Getreide, B Krebstiere, C Eier, D Fisch
  • E Erdnuss, F Soja, G Milch oder Laktose, H Schalenfrüchte
  • L Sellerie, M Senf, N Sesam, O Sulfite
  • P Lupinen, R Weichtiere

Steht hinter einer Speise also etwa A, C, G, weiß der Gast: enthält glutenhaltiges Getreide, Eier und Milch.

Was das fürs Schulbuffet heißt

Die Pflicht gilt ausdrücklich auch für offen abgegebene, unverpackte Ware, also genau das, was am Buffet über die Theke geht. Für jede Speise muss nachvollziehbar sein, welche der vierzehn Allergene enthalten sind. Eine Kreidetafel, die bei jeder Sortenänderung händisch nachgepflegt werden müsste, ist dafür fehleranfällig. Mehr zu Pflichten und Haftung steht im Beitrag zur Allergenkennzeichnung in Österreich.

Digital statt Kreidetafel

Bei BuffetGo trägt jede Speise ihre Allergene als Information mit, sichtbar für den Gast in der App. Ändert sich die Speisekarte, wird die Änderung protokolliert, die Angabe bleibt also aktuell, ohne dass jemand eine Tafel nachschreiben muss. Wie das im System aussieht, zeigt die Allergenkennzeichnung mit BuffetGo.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Im Zweifel gilt der aktuelle Verordnungstext.

Quellen

Fabian Fürlinger

Über den Autor

Fabian Fürlinger

Co-Founder von BuffetGo und Schüler der HTL Salzburg. Baut die Bestellsoftware für Schulbuffets, Kantinen und Mensen und sieht den Buffet-Alltag jeden Tag an der eigenen Schule.

Was wir oft gefragt werden

Häufige Fragen

Welche 14 Allergene sind in der EU kennzeichnungspflichtig?+

Glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Milch und Laktose, Schalenfrüchte (Nüsse), Sellerie, Senf, Sesam, Schwefeldioxid und Sulfite, Lupinen sowie Weichtiere. Festgelegt sind sie in Anhang II der EU-Verordnung 1169/2011 (LMIV).

Was bedeuten die Buchstaben A bis R auf der Speisekarte?+

Österreich erlaubt die Kennzeichnung über ein Buchstabensystem: A glutenhaltiges Getreide, B Krebstiere, C Eier, D Fisch, E Erdnuss, F Soja, G Milch oder Laktose, H Schalenfrüchte, L Sellerie, M Senf, N Sesam, O Sulfite, P Lupinen, R Weichtiere. Ein Kürzel pro Speise statt langer Texte.

Muss ein Schulbuffet alle Allergene kennzeichnen?+

Ja. Die Kennzeichnungspflicht gilt auch für offen abgegebene, unverpackte Ware, also genau das, was am Buffet über die Theke geht. Welche der 14 Allergene in einer Speise enthalten sind, muss für den Gast nachvollziehbar sein.

Wie kennzeichnet BuffetGo die Allergene?+

Digital pro Speise. Jede Speise trägt ihre Allergene als Information mit, sichtbar für den Gast in der App, und jede Änderung an der Speisekarte wird protokolliert. So bleibt die Angabe aktuell, ohne dass jemand eine Kreidetafel nachpflegen muss.

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